Fuß fassen über Grenzen hinaus

 

Frau M., 30 Jahre alt, war erschöpft. Als ehemalige Hochschulreferentin meisterte sie Budgetplanung, Lehrbetriebsmanagement und Ressourcensteuerung. Sie trug Personalverantwortung für Auszubildende und das Sekretariat. Doch nun war sie arbeitssuchend.

Seit neun Monaten bewarb sie sich auf Stellen, kam zu Vorstellungsgesprächen und schaffte es mehrfach bis in die Endrunde. Doch am Ende lautete die Antwort immer gleich: eine Absage. Die wiederholten Rückschläge zermürbten sie. Hoffnung schwand, Selbstzweifel wuchsen. Sie fühlte sich blockiert – als würde sie auf der Stelle treten.

Gleichzeitig kämpfte Frau M. mit einem inneren Dilemma. Einerseits wollte sie in Deutschland bleiben, wo sie bereits berufliche Erfahrungen gesammelt und sich ein Netzwerk aufgebaut hatte. Andererseits zog es sie mit großer Sehnsucht nach Italien. Dort lebte ihr Lebenspartner, dort sah sie sich selbst in einer Zukunft, die sie sich schon lange wünschte. Diese Zerrissenheit führte zu innerer Unruhe und lähmenden Entscheidungsschwierigkeiten.

In dieser Phase entschied sich Frau M. für ein Karrierecoaching bei Ingeus.

Im Coaching bekam sie zunächst eines: Raum. Raum für ihre Gefühle, für Frust, Enttäuschung und Erschöpfung. Diese Emotionen durften sein und wurden ernst genommen. Erst als Frau M. sich gesehen und verstanden fühlte, konnte sie beginnen, neue Perspektiven zu entwickeln.

Gemeinsam mit ihrem Coach arbeitete sie daran, Klarheit über ihre Prioritäten und inneren Beweggründe zu gewinnen. Methoden zur Werteklärung und Ressourcenaktivierung halfen ihr, sich wieder mit ihren Stärken zu verbinden. Denn wenn man den Zugang zu den eigenen Ressourcen verliert, braucht es gezielte Unterstützung, um sie wieder sichtbar zu machen.

Ein zentrales Element war die Arbeit mit dem “Inneren Team”. Dabei identifizierte Frau M. innere Stimmen, die sie bisher blockiert hatten: etwa Zweifel, Ängste oder überhöhte Ansprüche. Im Coaching lernte sie, diese Stimmen nicht zu verdrängen, sondern sie zu verstehen und in eine konstruktive Richtung zu lenken. Durch gezielte Reflexionsfragen erkannte sie, welche Bedürfnisse hinter ihren Optionen standen und was sie wirklich antreibt.

Nach und nach gewann Frau M. innere Klarheit. Sie erkannte, dass ihr Wunsch, nach Italien zu gehen, kein Ausdruck von Flucht war, sondern ein echter Entwicklungsschritt. Gleichzeitig konnte sie ihre Angst vor dem Neuanfang relativieren und ihre bisherigen Erfolge würdigen.

Am Ende des Coachings stand eine klare Entscheidungstendenz und ein konkreter Aktionsplan. Frau M. bewarb sich gezielt auf passende Stellen in Italien. Auch hier erhielt sie Absagen, doch diesmal ließ sie sich nicht entmutigen. Ihre neue innere Haltung trug sie durch den Prozess. Schließlich wurde sie bei zwei Unternehmen in die letzte Runde eingeladen und erhielt eine Zusage.

Heute lebt Frau M. in Italien und arbeitet in einem Unternehmen, das zu ihr passt. Ihr Wunsch ist Wirklichkeit geworden. Nicht, weil alles plötzlich einfach war, sondern weil sie den Mut hatte, sich begleiten zu lassen, ihre Zweifel anzuschauen und ihren Weg mit Klarheit und Überzeugung zu gehen.

Wir wünschen Frau M. weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg!

 

Das dargestellte Bild ist KI-generiert. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind unbeabsichtigt und rein zufällig.